Faktencheck

Sinziger Kommunalpolitik

Politische Haltung:
Wer eine Meinung hat, hat auch einen Namen!

Im Umgang mit den neuen Medien fühlen sich zunehmend mehr Bürgerinnen und Bürger ermutigt, öffentlich zu diversen Themen Stellung zu beziehen. Leider fehlt dabei allzu oft zu den vielen Meinungen die persönliche Haltung, die sich im persönlichen Bekenntnis ausdrückt. Fakten treten in den Hintergrund, Beweisbarkeit wird zur Nebensache, da dem Anonymus mangels Identität keine Sanktionen drohen.

In Zeiten, in denen unser Handeln frei bleibt von Konsequenzen, Nachrichten zu „Fake-News“ werden, erfolgt Meinungsbildung nicht mehr durch Recherche, sondern durch Stimmung(smache), und entscheiden sich Wahlen statt an den Urnen schon jetzt mehrfach im Internet.

In diesem Blog geht es um Themen der Sinziger Kommunalpolitik und die zugehörigen Fakten. Er ist allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich, und alle sind herzlich zur Diskussion eingeladen, solange sie neben ihrer persönlichen Meinung Haltung genug zeigen, ihren Namen zu nennen. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich auf die Nutzerregeln des Blocks verwiesen.


Stadtverwaltung neu organisiert und schlecht informiert oder mit fremden Federn geschmückt?

Stellungnahme Helga Schmitt-Federkeil zu den “neuen” Stadtteil-Logos

In der Rheinzeitung wurde am 8. Juni 2019 der Artikel “Ernst Straatmann saget Adieu” veröffentlicht. Dort lesen wir eine Laudatio auf die Verdienste des in den Ruhestand verabschiedeten Büroleiters Ernst Straatmann, die von der Sinziger Stadtverwaltung als Pressemitteilung veröffentlicht wurde.

In den letzten 15 Jahren meiner kommunalpolitischen Tätigkeit habe ich H. Straatmann größtenteils nicht als leitenden Beamten erlebt und hatte auch keine Berührungspunkte mit ihm. Deshalb will ich mich hierzu nicht äußern.

Die Behauptung allerdings, dass dank Herrn Straatmann der Stadtverwaltung Sinzig „einhergehend mit einem neuen Loge ein modernes Erscheinungsbild gegeben“ wurde, ist nicht nur falsch, sondern auch eine Verletzung des Urheberrechts. [→ zum Artikel]


Kommunalwahl in Franken: Sachpolitische Themen spielten untergeordnete Rolle

Wählerunion holt aus dem Stand 27,8 Prozent im Ortsbeirat

Ortsvorsteherin Helga Schmitt-FederkeilZur Demokratie gehört es, dass man Wahlen auch verlieren kann. Und das ist auch gut so. Deshalb wünsche ich meinem designierten Nachfolger für die kommenden fünf Jahre eine glückliche Hand dem Dorf viel Erfolg für die weitere Entwicklung.

Angesichts des fehlenden Programms meines Gegenkandidaten, für den sowohl die Ortspolitik als auch die lokalen Strukturen und Probleme des Ortes Neuland sind, hat mich das Wahlergebnis sehr überrascht. Weil ich mein Amt über den langen Zeitraum mit viel Herzblut ausgeübt habe, war ich natürlich auch enttäuscht.

Nach zehn Jahren intensiver Arbeit für die infrastrukturelle Entwicklung des Ortes, einer positiven Bilanz und zukunftsorientierter Ziele für die kommenden Jahre waren es in der Wahl des Ortsvorstehers aber anscheinend nicht die sachpolitischen Themen, die Franken bewegten. [→ zum Artikel]


Fall in Kottenheim zeigt: SWU-Ausschluss widerspricht nicht nur dem KWG

Ahrweiler sitzt Thema aus, Mayen-Koblenz nicht – Wahrung eigener Interessen?

Kreisverwaltung Ahrweiler

In Kottenheim wird mit Corinna Behrendt für die Freien Wähler eine Kandidatin für das Amt der Ortsbürgermeisterin antreten, deren Unterstützerunterschriften teilweise ebenfalls vor der Erstellung des Wahlvorschlags eingeholt wurden – und dies ohne eine entsprechende “Anweisung” des Wahlamtes.  Im Wahlausschuss der Ortsgemeinde, der am 10. April erstmalig tagte, fiel der Fehler auf und führte dazu, dass der der Ausschuss den Wahlvorschlag zunächst zurückwies. Die durch einen Fachanwalt vorgelegte Beschwerde der Freien Wähler bei der Kommunalaufsicht Mayen-Koblenz führte dann zu einer Nachfrist nach § 23 Abs. 3 Satz 1 KWG zur die Heilung der Unterschriften bis zum 15.4.2019. Deshalb musste der Wahlausschuss am 15.4. erneut tagen und den Wahlvorschlag zulassen.

Warum hat die Kommunalaufsicht Ahrweiler keine Nachfrist angeordnet, wie in Mayen-Koblenz geschehen?

Die Kommunalaufsicht Ahrweiler hat auf die Beschwerde der SWU gar nicht reagiert, sondern hat das Problem ausgesessen, bis der 15.4. verstrichen war. Weil gegen die Entscheidung der Kommunalaufsicht zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit besteht, Rechtsmittel einzulegen, kann sie das machen – von einen respektvollen Umgang gegenüber der Ehrenamtlichen, die sich politisch engagieren, zeugt dies indes nicht. [→ zum Artikel]


Fehlverhalten der Wahlleiter in Sinzig und Ahrweiler können zu Neuwahlen führen

Sinziger Wählerunion lässt Wahlanfechtung ausarbeiten – Reaktion der Kommunalaufsicht Mayen-Koblenz belegt am Fall der Freien Wähler in Kottenheim, dass es dazu nicht kommen musste

Fehlverhalten der Wahlleiter in Sinzig und Ahrweiler können zu Neuwahlen führen

Die Sinziger Wählerunion wurde bekanntlich vom Wahlamt der Stadt Sinzig bereits im Januar dazu ermutigt, Unterschriften einzuholen, die eine Wählergruppe gemäß § 16 Abs. 2 KWG nachzuweisen hat, obwohl es zu dieser Zeit noch keine offiziell in einer Mitgliederversammlung aufgestellten Wahlvorschläge gab. Zwar bestreitet der zuständige Mitarbeiter der Stadt Sinzig inzwischen seine Handlungsempfehlung an die Wählerunion, allerdings stehen sich in dem Fall zwei eidesstattliche Erklärungen gegenüber. Fest steht indes nur eines: eine der beiden Erklärungen ist eine eidesstattliche Falschaussage.

Dabei spielt es offensichtlich gar keine Rolle, ob der zuständige Mitarbeiter eine – wie von der Vorsitzenden Schmitt-Federkeil und dem Stadtrat Dietmar Reimsbach erklärt – derartige Empfehlung ausgesprochen hat:

In Kottenheim wird mit Corinna Behrendt für die Freien Wähler eine Kandidatin für das Amt der Ortsbürgermeisterin antreten, deren Unterstützerunterschriften teilweise ebenfalls vor der Erstellung des Wahlvorschlags eingeholt wurden – und dies ohne eine entsprechende “Anweisung” des Wahlamtes. Der Fehler dort ist nicht im zuständigen Wahlamt aufgefallen, sondern erst im Wahlausschuss der Ortsgemeinde, der am 10. April erstmalig tagte und der im ersten Anlauf dem Wahlvorschlag prompt die Zulassung versagte. [→ zum Artikel]


Wenn sich der Verdacht verdichtet, dass die Sache selbst nicht mehr im Fokus, dann landen Politik und Stadt im Lokus!

Die fünfte Jahreszeit lädt ein zu einer karnevalistischen Stellungnahme zur Auftaktveranstaltung des neuen KG-Formats “Hart ävver fair”

Wenn sich der Verdacht verdichtet, dass die Sache selbst nicht mehr im Fokus, dann landen Politik und Stadt im Lokus!

Viele Grüße an die harten Jecken,
die zurecht auch mit den Zähnen blecken,
die sich unterwerfen fairen Regeln,
um ganz hoch am Wind zu segeln.

[→ zum Artikel]


Geron in Pressekonferenz: Respektlose Äußerungen zur ehemaligen Beigeordneten, Lügen, Populismus und falsche Beschuldigungen

Bürgermeister unterstellt Wählerunion “Populismus” und entlarvt sich dabei selbst

Pressekonferenz Sinzig

Im Zusammenhang mit dem für viele überraschenden Rücktritt der Ersten Beigeordneten Charlotte Hager lud Bürgermeister Andreas Geron am vergangenen Freitag zur Pressekonferenz. In beispiellos respektloser Weise äußerte er sich dort über die Charlotte Hager, die seit 20 Jahren Erste Beigeordnete der Stadt Sinzig und zudem viele Jahre Kreisbeigeordnete war und seit 40 Jahren kommunalpolitisch tätig ist, und das bis heute im Kreistag und im Stadtrat. [→ zum Artikel]


Wie sachgerechte Kritik als Diffamierung diffamiert wird – oder wie drei Ratsfraktionen sich vom Täter zum Opfer entwickeln wollen

Wie sachgerechte Kritik als Diffamierung diffamiert wird

Wegen des persönlichen Rachefeldzugs einiger Ratsmitglieder werden Abrechnungen missachtet und Rechtsgutachten ignoriert, die vom Rechnungsprüfungsausschuss und der Sinziger Verwaltung auf Kosten des Steuerzahlers bei renommierten Kanzleien beauftragt wurden. Freiwillige Zugeständnisse zur Veröffentlichung der Gutachten erfolgen erst nach Klageerhebung vor dem Verwaltungsgericht in Trier, der Bürgermeister lenkt ein und vergleicht sich im Disziplinarverfahren mit Ortsvorsteherin, übrig bleibt die Uneinsichtigkeit dreier Ratsfraktionen. [→ zum Artikel]


Sinzig Blog – Informieren und mitdiskutieren oder Informationen kontrollieren?

SINZIG BLOG SPERRT UNLIEBSAME BLOGGER AUS

“Der Sinzig Blog ist überparteilich und wurde von Sinziger Bürgern initiiert, deren Interesse und Herzblut für eine positive nachhaltige Weiterentwicklung unserer Stadt steht”, soweit die eigene Beschreibung auf der Homepage.

WER IST DER SINZIGER BLOG?

Die fleißigen Blogger, die dort seit drei Jahren ihr Herzblut einbringen, heißen unter anderen “Sentiacum”, “Altstädter”, “Besorgte Sinziger Bürger”, “Insider und CDU-Mitglied”, “Kirchplatz-Kenner”, “Eine Mitbürgerin aus Franken”, “Ehemaliges Ratsmitglied der CDU”, “Ex-Mitarbeiter”, “Zeitungsleser”, “Steuerrechtler”, “Steuerrechtler II”, “Steuerrechtler III”, “Ein ehemaliges Ratsmitglied”, “Ehemaliger CDU-Wähler”, “Löhndorfer”, “Westumer”, “Wahlbeobachter”, “Einziger Bürger”, “Carpe Diem”, “Haushälter”, “Haushälter II”, “Haushälter III”, “Haushälter IV”, “Archivar”, “Verwaltungs-Insider”, “Mittelbarer Landesbeamter”, “Ex-Ratsmitglied II”, “Ex-Ratsmitglied III”, “Beobachter der Szenerie Sinzig”, “Ehemaliges Stadtratsmitglied aus Bad Bodendorf”, “Löhndorfer Kommunalpolitiker”, “Insider V”, “Insider VI”, “Ein Sinziger Bürger”, “Statistiker”, “Stadtkern-Bürger”, “Stadtkern- Idealist”, “Rheinmeile-Bürger”, “Geron-Wähler”, “Sinziger Neu-Bürger”, “politisch Interessierter”, “Sinziger sachkundiger Bürger”, “Ahr-Liebhaber”, “Polit-Profi”, “Verfahrensbeobachter”, “In Sinzig lebender und sehr enttäuschter Mitbürger”, “Förderer des Stadtkernes”, “Sinzig-Freund”, “Sinzig Ost”, “Normaler Bürger in Koisdorf”, “Verwaltungsjurist aus Sinzig”, “Stadtkern-Fan”, “Schmitz”, “Kenner von Internas mit gutem Gedächtnis”, … [→ zum Artikel]


Gemeinsame Pressemitteilung der Ratsfraktionen von FWG, Bündnis 90/GRÜNE und SPD im Faktencheck: Acht Lügen in elf Absätzen

EINE ÖFFENTLICHE RICHTIGSTELLUNG ODER EIN DREISTER VERSUCH DER VOLKSVERDUMMUNG?

Acht Lügen in elf Absätzen

Die Ratsfraktionen der FWG, Bündnis 90/GRÜNE und SPD haben im Blick aktuell Sinzig am 19.12.2018 eine gemeinsame Presseerklärung veröffentlichen lassen und diese als “öffentliche Richtigstellung” bezeichnet.

REIFE LEISTUNG: ACHT LÜGEN IN ELF ABSÄTZEN

Es darf schon als eine reife Leistung bezeichnet werden, was die drei Sinziger Stadtratsfraktionen hier abgeliefert haben. Bei acht nachweislichen Falschaussagen ist wohl davon auszugehen, dass es sich hierbei um einen untauglichen Versuch handelt, die Wählerinnen und Wähler für dumm zu verkaufen, um von den eigenen  Unzulänglichkeiten im Zusammenhang  mit der Nichtentlastung des ehemaligen Bürgermeisters Wolfgang Kroeger abzulenken.

VOM SCHOSSHUND ZUM TERRIEr

Bevor die Lügen im Einzelnen offen gelegt werden, darf hinterfragt werden, ob die Nichtentlastung Kroegers tatsächlich für alle drei Fraktionen ein „Ausdruck eines schwerwiegend erschütterten Vertrauensverhältnisses” ist, wie es in der vorgelegten Begründung vom 29.11.2018 und in der vorliegenden Presseerklärung heißt. Mindestens die FWG-Fraktion, und ganz besonders deren Vorsitzender und Unterzeichner der Pressemitteilung, vermittelte während Kroegers Amtszeit einen völlig gegenteiligen Eindruck, indem er augenscheinlich versuchte, wenn schon nicht auf Kroegers Stuhl, dann wenigstens auf seinem Schoß zu sitzen. Ein “schwerwiegend erschüttertes Vertrauensverhältnis” war jedenfalls in den Jahren 2016 und 2017 nicht auszumachen. Wenn dieses nun angeblich inzwischen vorliegt (weil z.B. eine Kommunalwahl bevorsteht?), sollte es den Rat – und damit sind alle Fraktionen gemeint – nicht weiter kümmern, da Herr Kroeger nicht mehr im Amt weilt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr vonnöten ist.  [→ zum Artikel]


Kommunalaufsicht eingeschaltet: Nichtentlastungsbeschluss auf der Kippe

Nichtentlastung aus unsachlichen Gründen und deshalb rechtswidrig?

Kommunalaufsicht eingeschaltet

In der kommenden Stadtratssitzung am 29.11.2018 steht erneut die Nichtentlastung des Bürgermeisters Kroeger für das Haushaltsjahr 2016 auf der Tagesordnung. Grund: Die Kreisverwaltung stellte fest, dass nach § 114 Abs. 1 S. 3 eine Begründung der Versagung der Entlastung in der Niederschrift aufgeführt sein muss, damit für die Aufsichtsbehörde erkennbar ist, „ob die Entlastung eventuell aus unsachlichen Gründen abgelehnt oder eingeschränkt wurde und dadurch ein rechtswidriger Ratsbeschluss vorliegt, der von der Aufsichtsbehörde zu beanstanden wäre.“ [→ zum Artikel]


Rechtswidriger Ratsbeschluss zur Nichtentlastung Kroegers für das Haushaltsjahr 2016?

VERWALTUNG UND STADTRAT MÜSSEN NACHSITZEN

In der letzten Stadtratssitzung vom 27.09.2018 verlas Bürgermeister Andreas Geron in öffentlicher Sitzung ein Schreiben der Kommunalaufsicht, die in ihrer Rolle als Dienstaufsichtsbehörde den vorliegenden Beschluss zur Nichtentlastung des ehemaligen Bürgermeisters Kroeger für das Haushaltsjahr 2016 überprüft.

Kreisverwaltung Ahrweiler

Im Schreiben, wie von Geron verlesen, heißt es unter anderem: “Über die Stadtratssitzung ist gemäß § 41 GemO eine Niederschrift anzufertigen. […] Ist, wie in § 114 Abs. 1 (3) GemO festgelegt, eine Begründung der Versagung oder der Einschränkung der Entlastung ausdrücklich gefordert, muss auch diese in der Niederschrift ausgeführt sein. […] Ein Verweis auf die mündlichen Vorträge in der Stadtratssitzung am 21.6. ist vorliegend als Begründung nicht ausreichend.”  [→ zum Artikel]


Diffamierung statt Transparenz

“HINTERZIMMER”-POLITIK GEFÄHRDET RECHTSSTAATLICHKEIT

Stadtrat und Bürgermeister Geron arbeiten sich seit neun Monaten zeit- und kostenintensiv am ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Kroeger ab. Die Frage, ob dem Amtsvorgänger im Zusammenhang mit einem Arbeitsgerichtsprozess eines damals gekündigten Mitarbeiters Pflichtverletzungen nachzuweisen seien und daraus resultierende Schadensersatzansprüche formuliert werden könnten, wurde inzwischen von zwei unabhängig voneinander beauftragten Gutachtern verneint.

Diffamierung statt Transparenz

In öffentlichen Sitzungen wurden schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Bürgermeister formuliert, die hierzu beauftragten Rechtsgutachten, die genau diese Vorwürfe entkräften, werden hingegen der Öffentlichkeit gezielt vorenthalten. In Hinterzimmern entstehen eigenwillige Beschlussvorlagen und Begründungen für öffentlich zu fassende Beschlüsse, die sich an den kostspieligen und “streng geheim” eingestuften Gutachten nicht messen lassen (sollen). [→ zum Artikel]


Bürgermeister verweist Ortsvorsteherin aus nichtöffentlicher Ratssitzung

Neue Umgangsformen im Sinziger Rathaus: Die „ganze andere Amtsführung“ des Andreas Geron

Ortsvorsteherin Helga Schmitt-FederkeilTransparenz und Dialog hatte Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron in seiner ersten Ratssitzung Ende Januar zugesagt. „Mit mir als Bürgermeister sind ein ganz anderer persönlicher Arbeitsstil und eine ganz andere Amtsführung verbunden.“, soweit der Stadtchef Anfang des Jahres. Nach nunmehr acht Monaten stehen Transparenz und Dialog des neuen Bürgermeisters in vielerlei Hinsicht auf dem Prüfstein, die eigene „Amtsführung“ scheint sich indes eigendynamisch zu entwickeln. Nachdem über den Widerspruch (vom 26.06.!) zum Disziplinarverfahren (21.06.!) gegen Frankens Ortsvorsteherin Helga Schmitt-Federkeil auch nach gut neuen Wochen bislang nicht entschieden wurde, eskalierte das Verhalten des Bürgermeisters vor Beginn der letzten nichtöffentlichen Ratssitzung vom 30.08.2018, indem er die Ortsvorsteherin schlichtweg vor die Tür setzte.

Doch was hat es mit der neuen Transparenz und der Dialogbereitschaft wirklich auf sich, war der Rauswurf aus der Ratssitzung anmaßend, möglicherweise unklug, aber rechtens, setzt der Bürgermeister mit seiner eigenen Amtsführung Akzente oder zeichnen sich zunehmend desaströse Verwerfungen ab, die außer Kontrolle zu geraten drohen? [→ zum Artikel]


Geron gegen Brückenpläne: Vorstoß zur Wahrung Sinziger Interessen, Ablenkungsmanöver oder Sommerlochgetöse?

Gerons Vorstoß ein Zeichen von Transparenz und Dialog?

Mittelrheintal

Die Forderung des CDU-Kreisverbands Neuwied, eine Rheinquerung am Unteren Mittelrheintal in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, datiert bereits aus dem Frühjahr 2018. “Eine Rheinquerung würde zur Entlastung von B42 und B9 im Rheintal durch Vermeidung von Umgehungsverkehr führen und neben großräumiger und eher industriell-gewerblicher regionaler Bedeutung würden die Touristikregionen beziehungsweise Naherholungsräume Ahrtal/Eifel, Romantischer Mittelrhein Nord, Naturpark Siebengebirge und Naturpark Rhein-Westerwald stärker miteinander verbunden.”, ist am 05.04.2018 auf der Internetseite des Neuwied-Rhein Kuriers zu lesen.

Dass bei einer Rheinquerung zwischen Linz und Remagen nicht nur für Remagen und Linz eine weitreichende Diskussion in Gang zu setzen wäre, steht außer Frage.

Aber wie sieht es mit Sinzig aus? Warum besetzt Andreas Geron nun ein Thema, dessen Für und Wider bislang nicht nur in Sinzig überhaupt nicht diskutiert wurde? Inwieweit könnte Sinzig sogar von einer Rheinbrücke zwischen Remagen und Linz profitieren? Warum bezieht Andreas Geron in dieser Frage ohne Not und ohne vorherige Absprache im Rat der Stadt bzw. ohne Meinungsbildung in der Bevölkerung Stellung? Handelt es sich hier um ein weiteres Ablenkungsmanöver von der eigenen Blässe oder schlicht um ein Sommerlochgetöse? [→ zum Artikel]


Kommentar zu den jüngsten Entwicklungen in Sachen Dienstwagen und Wolfgang Kroeger:

Zeit zum Aufstand des Anstands!

Wie Irritationen zu Affären mutieren und wieder zurück

Zeit zum Aufstand des Anstands

Am 12.07.2017 wurde ein interner, nicht abgestimmter Entwurf zum Prüfbericht des Landesrechnungshofes in die Öffentlichkeit lanciert, in dem man Bürgermeister Wolfgang Kroeger hinsichtlich der Nutzung seines Dienstwagen Verletzungen kommunalrechtlicher und haushaltsrechtlicher Vorschriften bescheinigte. Obwohl sich noch im Dezember 2017 die wesentlichsten Aspekte zum Thema nach Abstimmung zwischen Landesrechnungshof und Stadtverwaltung in Luft auflösten, nahmen die größtenteils anonymen Verdächtigungen und Verleumdungen im Sinzig-blog stetig zu. Dadurch wuchsen die offenen Fragen des LRH sehr schnell zu einer Affäre und köchelten, teils politisch gewollt, teils durch die anonyme Internetgemeinschaft befeuert, ein ganzes Jahr vor sich hin, um dem städtischen Rechnungsprüfungsausschuss eine Steilvorlage zur Nicht-Entlastung zu geben. Dabei wollte auch der neue Vorsitzende des Stadtrates Andreas Geron nicht auf das dünne Eis hinweisen, auf dem sich Rat und Ausschuss bewegen. Erst nach „erfolgreicher“ Nicht-Entlastung für Kroeger erklärt Bürgermeister Geron am 10.07.2018 gegenüber dem GA bei unveränderter Faktenlage den Fall „Dienstwagen“ für erledigt, die Dienstwagenblase zerplatzt und die Affäre entwickelt sich zurück zur Irritation. [→ zum Artikel]


Bürgermeister Geron: Irritationen ausgeräumt, Fall “Dienstwagen” ist erledigt – späte Erkenntnis oder Taktik?

Dienstwagen

Der General-Anzeiger berichtet am 11.07.2018, online Sinziger Fall “Dienstwagen” ist erledigt (10.07.2018, Victor Francke), dass laut Bürgermeister Andreas Geron die “Irritationen, die sich wegen Abrechnungen der Dienstwagennutzung seines Amtsvorgängers Wolfgang Kroeger für Privatzwecke ergeben hatten, ausgeräumt sind” und der Vorgang als abgeschlossen betrachtet wird, “soweit sich keine neuen Erkenntnisse aus der Prüfung des Haushaltsjahres 2017 ergeben.”

Die Bewertung des Falls durch Bürgermeister Geron verwundert im Ergebnis nicht, hält man sich u.a. die Fakten vor Augen, die bereits am 07.06.2018 (Dienstwagen-“Affäre” um Ex-Bürgermeister Wolfgang Kroeger: Konstrukt oder Fakt?) dargelegt wurden. Dass hingegen der Verwaltungschef erst ganze drei Wochen nach der Stadtratssitzung, in der eine Nicht-Entlastung Kroegers hauptsächlich mit den mutmaßlich falschen Abrechnungen der Dienstwagennutzung des Amtsvorgängers für Privatzwecke begründet wurde, zu der Erkenntnis kommt, dass die “Affäre, die keine war” (Victor Francke, 12.12.2017) als erledigt zu betrachten ist, wirft einige Fragen auf:

Was hat sich seit der Stadtratssitzung am 21.06.2018 faktisch am Fall “Dienstwagen” geändert? Ist die späte Einsicht des Bürgermeisters sachlich begründet oder wurde das Prüfungsergebnis aus taktischen Gründen erst Wochen nach dem Ratsbeschluss öffentlich platziert? Ist der Nicht-Entlastungsbeschluss nach Wegfall der schwerwiegendsten Begründung noch aufrecht zu erhalten? [→ zum Artikel]

 


Ultimatum des Bürgermeisters an Ortsvorsteherin ist verstrichen

OV Schmitt-Federkeil nimmt Disziplinarverfahren und Androhung einer Geldstrafe in Kauf und verbittet sich redaktionelle Einflussnahme auf ihrem Blog

Bürgermeister Geron gegen Ortsvorsteherin Schmitt-Federkeil

Bürgermeister Andreas Geron ist oberster Dienstherr aller Sinziger Ortsvorsteher, die als Ehrenbeamte dem Beamtenstatusgesetz (BeamtStG)  und dem Landesdisziplinargesetz (LDG) unterliegen.

Nach erstmaliger Aufforderung des Bürgermeisters am 19.06.2018 gegenüber Schmitt-Federkeil, die Veröffentlichung eines Auszugs aus einem Gutachten, „welches die Stadt Sinzig nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat“, durch Löschung der entsprechenden Textpassage rückgängig zu machen, entschied sich Andreas Geron wegen der Weigerung Schmitt-Federkeils mit Bescheid vom 21.06.2018 für die Aussprache eines Verweises als Disziplinarmaßnahme gem. § 3 Abs. 1 Nr. 1 LDG.  [→ zum Artikel]