Stadtverwaltung neu organisiert und schlecht informiert oder mit fremden Federn geschmückt?

Stellungnahme Helga Schmitt-Federkeil zu den “neuen” Stadtteil-Logos

In der Rheinzeitung wurde am 8. Juni 2019 der Artikel “Ernst Straatmann saget Adieu” veröffentlicht. Dort lesen wir eine Laudatio auf die Verdienste des in den Ruhestand verabschiedeten Büroleiters Ernst Straatmann, die von der Sinziger Stadtverwaltung als Pressemitteilung veröffentlicht wurde.

In den letzten 15 Jahren meiner kommunalpolitischen Tätigkeit habe ich H. Straatmann größtenteils nicht als leitenden Beamten erlebt und hatte auch keine Berührungspunkte mit ihm. Deshalb will ich mich hierzu nicht äußern.

Die Behauptung allerdings, dass dank Herrn Straatmann der Stadtverwaltung Sinzig „einhergehend mit einem neuen Loge ein modernes Erscheinungsbild gegeben“ wurde, ist nicht nur falsch, sondern auch eine Verletzung des Urheberrechts.

Ich habe die Logos der Stadtteile (mit Ausnahme der Kernstadt) im Zuge der 750-Jahr-Feier der Stadt Ende 2016 entwickelt und diese Anfang 2017 der Stadt unentgeltlich zur Verwendung überlassen. Unter anderem war es auch der Wunsch meiner Ortsvorsteherkollegen, die Embleme für ihren Ort nutzen zu dürfen. Auch für alle weiteren grafischen Arbeiten, die möglichen Kompositionen der Logos, die Einarbeitung der Logos in das 750-Jahre-Logo und vieles mehr habe ich im Gegensatz zu anderen Sinziger Firmen, die mit Arbeiten für die 750-Jahr-Feier betraut wurden, kein Entgelt verlangt.

Bis heute gab es dafür kein offizielles Dankeschön seitens der Stadtverwaltung (das habe ich auch nicht verlangt), was nicht in erster Linie Bürgermeister Geron oder H. Straatmann anzulasten ist.

In der Laudatio zur Verabschiedung von H. Straatmann nun aber diese Logos seinen Verdiensten zuzuzählen, geht dann doch zu weit.

Unabhängig davon, dass ich die Umsetzung des Gesamtlogos der Stadt für misslungen halte, weil die einzelnen Embleme z.B. im Briefkopf ob ihrer Miniatur kaum noch zu erkennen sind, zeugt diese Aussage entweder davon, dass die „neuorganisierte“ Stadtverwaltung schlecht informiert ist oder sich gerne mit fremden Federn schmückt.

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